Mittwoch, 14. Februar 2018

15 - Santiago de Chile

Montag, der 12.02.2018

von Thomas Berta


Der für uns letzte Tag auf dieser Studienreise, begann mit dem Aufstehen um 04:30. Nach einem kurzen, aber nötigen Kaffee begaben wir uns samt Gepäck mit drei Taxen zum Flughafen von Iquique. Müde und erschöpft waren wir bereits um 07:00 Uhr im Flugzeug und durften einen wunderschönen Sonnenaufgang aus dem Flieger betrachten. Das Ziel unserer letzten Etappe hieß Santiago de Chile und ist 2 Flugstunden von Iquique entfernt

 Santiago ist die Hauptstadt von Chile in der etwa 5-6 Millionen Einwohner leben. Die Stadt, so heißt es, soll von einer tollen, lebhaften Atmosphäre geprägt und traumhaft gelegen sein. Eine Stunde fahrt in eine Richtung und man gelangt zum Meer und Stränden. Eine Stunde in die andere Richtung und man gelangt zu den 5000er Bergen in den Anden, wo man Ski fahren kann. Für uns alle klang das mehr als interessant und waren umso mehr begeistert als wir dann um 09:00 in der Hauptstadt Chiles gelandet sind.

Zunächst mussten wir uns auf den Weg zum Hotel machen. Über Bus und Metro Stationen hinweg waren wir im Hotel angekommen, woraufhin wieder die Hektik ausbrach. Schnell schick machen, feine Sachen anziehen und raus aus dem Hotel. Unser für diese Reise letzter Firmenbesuch stand an. Wir besuchten gegen Mittag die Firma Godelius. In einem modernen Bürogebäude wurden wir empfangen und ein Ingenieur des Unternehmens erzählte von der Firma, deren Tätigkeitsfeldern und beantwortete anschließend Fragen unserer Gruppe.

Godelius ist Unternehmen unter dem Dach einer größeren Firma namens Eanex. Eanex stellt Sprengstoffe für Kupferminen in Chile her. Daher befindet sich Godelius natürlicherweise in einem ähnlichen Bereich. Godelius plant, steuert und stellt das Management zur Entwicklung und Produktion von Minenrobotern dar. Ein Team von nur 20 Mitarbeitern entwickelt seit mehreren Jahren Lösungen für den Kupferminenabbau, welcher durch den Einsatz von Sprengkörpern in mehreren Tonnen pro Mine für sämtliche Arbeiter im Minenbereich höchst gefährlich ist. Mehr als häufig kommt es in Chile zu tragischen Unfällen. Abhilfe beim Sprengstoff legen und zünden sollen die Roboter von Godelius schaffen, welche mit Allrad-Antrieb, menschenähnlichen Armen und Händen sowie Kameras zur Fernsteuerung für diese Aufgabe bestens geeignet sind. Wir durften sogar zwei solcher Roboter sehen und uns von der Ingenieurskunst begeistern lassen.

Zum Abschluss des Firmenbesuches wurden nochmals Fragen beantwortet und sich von einander verabschiedet. Im Anschluss ging es darum zu klären wie wir den restlichen Nachmittag und Abend in Santiago verbringen sollen. In der brüllenden Hitze von mehr als 30 Grad beschlossen wir im Mercado Central Essen zu gehen. Wir fanden ein schönes Restaurant, welches für Meeresspezialitäten bekannt ist. Eine breite Palette an Fisch und Meeresfrüchten durften wir uns nicht entgehen lassen und haben es sehr genossen. Nach dem köstlichen Mittagessen beschlossen wir in der Abendsonne einen Aussichtspunkt auf einem Berg mit Blick auf die Skyline von Santiago zu erklimmen. Dazu spazierten wir durch das künstlerische Ausgeh-Viertel Bellevista. Südamerikanisches Temperament wird vor allem dort durch schöne Cafés, Restaurants und Streetart deutlich. Nach kurzen Kaffee- und Eis-Zwischenstopps machten wir uns weiter auf den Weg zum Aussichtspunkt. Dort angekommen wurden wir jedoch bitter enttäuscht. Sicherheitspersonal und die örtliche Feuerwehr machte uns bei der Ankunft deutlich, dass im Bereich des Aussichtspunkts ein Feuer ausgebrochen ist und keine Besucher mehr durchgelassen werden. Daher blieb uns leider der Blick auf die Skyline verborgen. Wir entschlossen dennoch das Beste aus der Situation zu machen und spazierten gemütlich weiter durch das Viertel Bellavista zum Stadtzentrum, um noch die letzten Atemzüge in Südamerika aufzunehmen.

Am Abend kamen wir schlussendlich wieder in unserem Hotel an und genossen den letzten Abend und die Gemeinsamkeit der Gruppe bei einem kühlen Bier auf der Terrasse des Hotels. Es wurden die in die dieser Reise gewonnenen Erinnerungen nochmal revue-passieren gelassen und viel gelacht. Für den kommenden Morgen bedeutet für uns den tatsächlichen Abschied von Santiago und damit auch unserer Studienreise 2018.

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16 - Ein Wort zum Schluß