von Thomas Berta
Der für uns letzte Tag auf dieser Studienreise, begann mit
dem Aufstehen um 04:30. Nach einem kurzen, aber nötigen Kaffee begaben wir uns
samt Gepäck mit drei Taxen zum Flughafen von Iquique. Müde und erschöpft waren
wir bereits um 07:00 Uhr im Flugzeug und durften einen wunderschönen
Sonnenaufgang aus dem Flieger betrachten. Das Ziel unserer letzten Etappe hieß
Santiago de Chile und ist 2 Flugstunden von Iquique entfernt
Santiago ist die
Hauptstadt von Chile in der etwa 5-6 Millionen Einwohner leben. Die Stadt, so
heißt es, soll von einer tollen, lebhaften Atmosphäre geprägt und traumhaft
gelegen sein. Eine Stunde fahrt in eine Richtung und man gelangt zum Meer und
Stränden. Eine Stunde in die andere Richtung und man gelangt zu den 5000er
Bergen in den Anden, wo man Ski fahren kann. Für uns alle klang das mehr als
interessant und waren umso mehr begeistert als wir dann um 09:00 in der
Hauptstadt Chiles gelandet sind.
Zunächst mussten wir uns auf den Weg zum Hotel machen. Über
Bus und Metro Stationen hinweg waren wir im Hotel angekommen, woraufhin wieder
die Hektik ausbrach. Schnell schick machen, feine Sachen anziehen und raus aus
dem Hotel. Unser für diese Reise letzter Firmenbesuch stand an. Wir besuchten
gegen Mittag die Firma Godelius. In einem modernen Bürogebäude wurden wir empfangen
und ein Ingenieur des Unternehmens erzählte von der Firma, deren
Tätigkeitsfeldern und beantwortete anschließend Fragen unserer Gruppe.
Godelius ist Unternehmen unter dem Dach einer größeren Firma
namens Eanex. Eanex stellt Sprengstoffe für Kupferminen in Chile her. Daher
befindet sich Godelius natürlicherweise in einem ähnlichen Bereich. Godelius
plant, steuert und stellt das Management zur Entwicklung und Produktion von
Minenrobotern dar. Ein Team von nur 20 Mitarbeitern entwickelt seit mehreren
Jahren Lösungen für den Kupferminenabbau, welcher durch den Einsatz von
Sprengkörpern in mehreren Tonnen pro Mine für sämtliche Arbeiter im
Minenbereich höchst gefährlich ist. Mehr als häufig kommt es in Chile zu
tragischen Unfällen. Abhilfe beim Sprengstoff legen und zünden sollen die
Roboter von Godelius schaffen, welche mit Allrad-Antrieb, menschenähnlichen
Armen und Händen sowie Kameras zur Fernsteuerung für diese Aufgabe bestens
geeignet sind. Wir durften sogar zwei solcher Roboter sehen und uns von der
Ingenieurskunst begeistern lassen.
Zum Abschluss des Firmenbesuches wurden nochmals Fragen
beantwortet und sich von einander verabschiedet. Im Anschluss ging es darum zu
klären wie wir den restlichen Nachmittag und Abend in Santiago verbringen
sollen. In der brüllenden Hitze von mehr als 30 Grad beschlossen wir im Mercado
Central Essen zu gehen. Wir fanden ein schönes Restaurant, welches für
Meeresspezialitäten bekannt ist. Eine breite Palette an Fisch und
Meeresfrüchten durften wir uns nicht entgehen lassen und haben es sehr
genossen. Nach dem köstlichen Mittagessen beschlossen wir in der Abendsonne einen
Aussichtspunkt auf einem Berg mit Blick auf die Skyline von Santiago zu
erklimmen. Dazu spazierten wir durch das künstlerische Ausgeh-Viertel
Bellevista. Südamerikanisches Temperament wird vor allem dort durch schöne Cafés,
Restaurants und Streetart deutlich. Nach kurzen Kaffee- und Eis-Zwischenstopps
machten wir uns weiter auf den Weg zum Aussichtspunkt. Dort angekommen wurden
wir jedoch bitter enttäuscht. Sicherheitspersonal und die örtliche Feuerwehr
machte uns bei der Ankunft deutlich, dass im Bereich des Aussichtspunkts ein
Feuer ausgebrochen ist und keine Besucher mehr durchgelassen werden. Daher
blieb uns leider der Blick auf die Skyline verborgen. Wir entschlossen dennoch
das Beste aus der Situation zu machen und spazierten gemütlich weiter durch das
Viertel Bellavista zum Stadtzentrum, um noch die letzten Atemzüge in Südamerika
aufzunehmen.
Am Abend kamen wir schlussendlich wieder in unserem Hotel an
und genossen den letzten Abend und die Gemeinsamkeit der Gruppe bei einem
kühlen Bier auf der Terrasse des Hotels. Es wurden die in die dieser Reise
gewonnenen Erinnerungen nochmal revue-passieren gelassen und viel gelacht. Für
den kommenden Morgen bedeutet für uns den tatsächlichen Abschied von Santiago
und damit auch unserer Studienreise 2018.
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