von Sandra Lamla und Jürgen Zender
Ab jetzt heißt es dann Freizeit und endlich entspannen in
Iquique. Das war auch wirklich nötig nach den letzten Tagen, die voll mit
Programm waren. Iquique ist eine Hafenstadt im Norden von Chile mit ca.
183997 Einwohnern. Nachdem wir ausreichend gefrühstückt haben sind wir alle
gemeinsam zum Strand gegangen. Von unserem Hotel ist der Strand „Playa Brava“
fußläufig in 2 Minuten zu erreichen.
Dort angekommen haben wir uns gewundert warum dieser
Strand so unbesucht war. Letztendlich stellte sich heraus, dass es nicht
gestattet ist, an diesem Strand ins Wasser zu gehen, da es aufgrund der
Strömung und den riesigen Wellen zu gefährlich ist. Relativ schnell wurde es vielen zu heiß in der Sonne und
die ersten machten sich auf den Weg zurück ins Hotel. Nachdem sich am frühen
Nachmittag wieder alle eingefunden hatten, machte jeder mal worauf er Lust
hatte.
Ein Teil der Gruppe ging zum Mercado Centenario. Ein kleines
altes Markthaus mit einheimischen Obst und Gemüse, sowie diversen Imbissen an
denen man köstlichen, frischen Fisch essen kann. Der andere Teil der Gruppe machte einen großen
Spaziergang vom Hotel aus bis zum Playa Cavancha, auf der Suche nach dem Stadtzentrum.
Leider mussten wir feststellen, dass es in Iquique kein typisches Stadtzentrum
gibt. Alle Spots der Stadt sind auf viele verschiedene Ecken verteilt.
Der Playa Cavancha ist der Hauptbadestrand von Iquique.
Hier ist das Schwimmen dann auch erlaubt. Allerdings ist dieser Strand wirklich
voller Touristen und einer Menge Strandverkäufer.
Abends, nachdem langsam wieder alle im Hotel eingetroffen
sind, gingen wir gemeinsam noch das ein oder andere Bier trinken, um diesen
wunderschönen Tag ausklingen zu lassen.
Den zweiten Tag unserer "Lazy Days" in Iquique
starteten wir wieder mit dem uns von den Vortagen bekannten Frühstück bestehend
aus Brötchen, Käse und Marmelade sowie Kaffee und einem sehr süßen, grünen Fruchtnektar.
Danach verbrachten wir den Tag auf unterschiedliche
Weise. Teilweise gab es für einige nach einem selbst zubereiteten Mittagessen
eine ausgiebige Siesta und entspannte Stunden im Hotel. Das Mittagessen bestand
aus einem frischen Obstsalat, einer selbstgemachten Guacamole und dem
schmerzlich beim Frühstück in den letzten Tagen vermissten Rührei sowie Brot.
Andere wiederum verbrachten den gesamten Tag am Playa
Cavancha. Dieser Strand ist einer der beliebtesten in der Gegend.
Miami lässt grüßen: Surfer, Seelöwenshow und Spielkasino. Der Strand ist von
einer schönen Strandpromenade, Palmen, Parks, einem Aquarium und einem
Wasserteich, in dem die Seelöwenshow abgehalten wird, umgeben. Dank der großen
Wellen ist es am nördlichen Ende von Cavancha möglich, verschiedene
Wassersportarten wie Surfen, Segeln und Wasserski zu praktizieren. Hier konnten
wir im Wasser bei den genannten stürmischen Wellen nochmal die fulminante Kraft
des Pazifiks erleben. Die Erfrischung tat insbesondere aufgrund der hohen
Temperaturen von ca. 30 Grad Celsius besonders gut und man fühlte sich wie
neugeboren, nachdem man aus dem Wasser kam. Von einem ruhigen Strandabschnitt
kann man bei diesem Strand indes nicht reden. Es ist der einzige Strand in
Iquique, an dem das Schwimmen erlaubt ist. Dementsprechend war auch sehr viel
Betrieb, gerade auch weil Samstag war. Zudem laufen kontinuierlich die
Strandverkäufer am Strand entlang und preisen lautstark ihre zu verkaufenden
Waren an. Dabei handelt es sich unter anderem über süße Sachen zum Essen wie
Berliner, frisches Obst und herzhafte, landestypische Spezialitäten. Hier hat
uns besonders die chilenische Variante des Sushis sehr begeistert. Diese
besteht aus dem bekannten klebenden Reis, Pollo (natürlich muss im chilenischen
Sushi Hähnchen enthalten sein), Lauch und Frischkäse. Der Reis ist dabei von
einer Panade umwickelt. Für 1000 Pesos (ca. 1,40 €) war dieser Snack auch
relativ preiswert.
Trotz der etwas lauteren Umgebung war es ein sehr schöner
und entspannter Strandtag mit einem herrlichen Ausblick auf die hinter Iquique
liegenden Berge der Atacama Wüste, den Hochhäusern der Stadt, der sehr schönen
Strandpromenade inklusive Palmen und den pazifischen Ozean. Wie bereits
angesprochen ein bisschen Miami-Flair in Chile.
Für das Abendessen haben wir uns dann etwas Besonderes
einfallen gelassen. Mit der gesamten Gruppe wurde an einem ruhigen Strand (5
min von unserem Hotel entfernt, hier darf man allerdings wegen der gefährlichen
Strömung und Wellen nicht schwimmen) ein Barbecue mit Einweg-Grills beim
Sonnenuntergang veranstaltet. Es wurden Rindersteaks gegrillt, welche wir
selber "vom Stück" in die gewünschte Breite geschnitten haben. Des Weiteren
gab es gegrillte Gemüse-Spieße, Würstchen, Olivenbrot, Ofenkartoffeln aus dem
Grill und eine Variation an diversen Dips. Herr Lippold hatte sich zudem
mittags auf dem Markt frischen Fisch gekauft, den er sich dann ebenfalls
gegrillt hat.
Rückblickend war es ein sehr leckeres Abendessen an einem
idyllischen Ort. Der Sonnenuntergang hat das seinige dazu beigetragen.
Danach ließen wir den Abend bei ein paar Cervezas am
Strand gemütlich ausklingen. Ein paar von uns machten später auch noch einen
Abstecher in eine am Strand gelegene Cocktail-Bar und ließen sich Mojitos mit
Meerblick schmecken, bevor es dann für die letzten zur späten bzw. schon wieder
frühen Stunde ins Bett ging.
Nachdem der Großteil der Gruppe aufgrund des gestrigen
Abends viel länger geschlafen hat als das Frühstück ging, startete unser Tag erst
relativ spät. Also machte sich erstmal so gut wie jeder auf die Suche
nach etwas zum Essen. Ein Teil der Gruppe ging frühstücken und spielte im
Anschluss Gemeinschaftsspiele. In meinem Teil der Gruppe ging es erstmal zu
Dominos (Pizzeriakette), um dort eine Pizza zu frühstücken. Gesättigt und
gestärkt spazierten wir wiedermal über den Playa Cavancha bis zum Plaza Prat. Dort
kann man einige Sehenswürdigkeiten von Iquique begutachten. Unter anderem das
Teatro Municipal und den Torre del Reloj. Einige Stellen hier erinnerten ein
wenig an eine Stadt im Wilden Westen.
Abends zurück im Hotel angekommen gingen wir gemeinsam
zum Supermarkt um Brot, Aufschnitt um Dips zu kaufen. Da wir ein Zimmer mit großem Balkon hatten haben wir
uns hier alle versammelt und zu Abend gegessen. Heute ging es dann etwas früher
zu Bett, da wir morgen um 7:00 den Flieger nach Santiago de Chile bekommen
mussten.






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