Donnerstag, 8. Februar 2018

14 - Lazy Days in Iquique

08.-12.02.2018

von Sandra Lamla und Jürgen Zender

Ab jetzt heißt es dann Freizeit und endlich entspannen in Iquique. Das war auch wirklich nötig nach den letzten Tagen, die voll mit Programm waren. Iquique ist eine Hafenstadt im Norden von Chile mit ca. 183997 Einwohnern. Nachdem wir ausreichend gefrühstückt haben sind wir alle gemeinsam zum Strand gegangen. Von unserem Hotel ist der Strand „Playa Brava“ fußläufig in 2 Minuten zu erreichen.

Dort angekommen haben wir uns gewundert warum dieser Strand so unbesucht war. Letztendlich stellte sich heraus, dass es nicht gestattet ist, an diesem Strand ins Wasser zu gehen, da es aufgrund der Strömung und den riesigen Wellen zu gefährlich ist. Relativ schnell wurde es vielen zu heiß in der Sonne und die ersten machten sich auf den Weg zurück ins Hotel. Nachdem sich am frühen Nachmittag wieder alle eingefunden hatten, machte jeder mal worauf er Lust hatte.

Ein Teil der Gruppe ging zum Mercado Centenario. Ein kleines altes Markthaus mit einheimischen Obst und Gemüse, sowie diversen Imbissen an denen man köstlichen, frischen Fisch essen kann. Der andere Teil der Gruppe machte einen großen Spaziergang vom Hotel aus bis zum Playa Cavancha, auf der Suche nach dem Stadtzentrum. Leider mussten wir feststellen, dass es in Iquique kein typisches Stadtzentrum gibt. Alle Spots der Stadt sind auf viele verschiedene Ecken verteilt.

Der Playa Cavancha ist der Hauptbadestrand von Iquique. Hier ist das Schwimmen dann auch erlaubt. Allerdings ist dieser Strand wirklich voller Touristen und einer Menge Strandverkäufer.

Abends, nachdem langsam wieder alle im Hotel eingetroffen sind, gingen wir gemeinsam noch das ein oder andere Bier trinken, um diesen wunderschönen Tag ausklingen zu lassen.

Den zweiten Tag unserer "Lazy Days" in Iquique starteten wir wieder mit dem uns von den Vortagen bekannten Frühstück bestehend aus Brötchen, Käse und Marmelade sowie Kaffee und einem sehr süßen, grünen Fruchtnektar.

Danach verbrachten wir den Tag auf unterschiedliche Weise. Teilweise gab es für einige nach einem selbst zubereiteten Mittagessen eine ausgiebige Siesta und entspannte Stunden im Hotel. Das Mittagessen bestand aus einem frischen Obstsalat, einer selbstgemachten Guacamole und dem schmerzlich beim Frühstück in den letzten Tagen vermissten Rührei sowie Brot.
Andere wiederum verbrachten den gesamten Tag am Playa Cavancha. Dieser Strand ist einer der beliebtesten in der Gegend. Miami lässt grüßen: Surfer, Seelöwenshow und Spielkasino. Der Strand ist von einer schönen Strandpromenade, Palmen, Parks, einem Aquarium und einem Wasserteich, in dem die Seelöwenshow abgehalten wird, umgeben. Dank der großen Wellen ist es am nördlichen Ende von Cavancha möglich, verschiedene Wassersportarten wie Surfen, Segeln und Wasserski zu praktizieren. Hier konnten wir im Wasser bei den genannten stürmischen Wellen nochmal die fulminante Kraft des Pazifiks erleben. Die Erfrischung tat insbesondere aufgrund der hohen Temperaturen von ca. 30 Grad Celsius besonders gut und man fühlte sich wie neugeboren, nachdem man aus dem Wasser kam. Von einem ruhigen Strandabschnitt kann man bei diesem Strand indes nicht reden. Es ist der einzige Strand in Iquique, an dem das Schwimmen erlaubt ist. Dementsprechend war auch sehr viel Betrieb, gerade auch weil Samstag war. Zudem laufen kontinuierlich die Strandverkäufer am Strand entlang und preisen lautstark ihre zu verkaufenden Waren an. Dabei handelt es sich unter anderem über süße Sachen zum Essen wie Berliner, frisches Obst und herzhafte, landestypische Spezialitäten. Hier hat uns besonders die chilenische Variante des Sushis sehr begeistert. Diese besteht aus dem bekannten klebenden Reis, Pollo (natürlich muss im chilenischen Sushi Hähnchen enthalten sein), Lauch und Frischkäse. Der Reis ist dabei von einer Panade umwickelt. Für 1000 Pesos (ca. 1,40 €) war dieser Snack auch relativ preiswert.

Trotz der etwas lauteren Umgebung war es ein sehr schöner und entspannter Strandtag mit einem herrlichen Ausblick auf die hinter Iquique liegenden Berge der Atacama Wüste, den Hochhäusern der Stadt, der sehr schönen Strandpromenade inklusive Palmen und den pazifischen Ozean. Wie bereits angesprochen ein bisschen Miami-Flair in Chile.

Für das Abendessen haben wir uns dann etwas Besonderes einfallen gelassen. Mit der gesamten Gruppe wurde an einem ruhigen Strand (5 min von unserem Hotel entfernt, hier darf man allerdings wegen der gefährlichen Strömung und Wellen nicht schwimmen) ein Barbecue mit Einweg-Grills beim Sonnenuntergang veranstaltet. Es wurden Rindersteaks gegrillt, welche wir selber "vom Stück" in die gewünschte Breite geschnitten haben. Des Weiteren gab es gegrillte Gemüse-Spieße, Würstchen, Olivenbrot, Ofenkartoffeln aus dem Grill und eine Variation an diversen Dips. Herr Lippold hatte sich zudem mittags auf dem Markt frischen Fisch gekauft, den er sich dann ebenfalls gegrillt hat.

Rückblickend war es ein sehr leckeres Abendessen an einem idyllischen Ort. Der Sonnenuntergang hat das seinige dazu beigetragen.

Danach ließen wir den Abend bei ein paar Cervezas am Strand gemütlich ausklingen. Ein paar von uns machten später auch noch einen Abstecher in eine am Strand gelegene Cocktail-Bar und ließen sich Mojitos mit Meerblick schmecken, bevor es dann für die letzten zur späten bzw. schon wieder frühen Stunde ins Bett ging.

 

Nachdem der Großteil der Gruppe aufgrund des gestrigen Abends viel länger geschlafen hat als das  Frühstück ging, startete unser Tag erst relativ spät.  Also machte sich erstmal so gut wie jeder auf die Suche nach etwas zum Essen. Ein Teil der Gruppe ging frühstücken und spielte im Anschluss Gemeinschaftsspiele. In meinem Teil der Gruppe ging es erstmal zu Dominos (Pizzeriakette), um dort eine Pizza zu frühstücken. Gesättigt und gestärkt spazierten wir wiedermal über den Playa Cavancha bis zum Plaza Prat. Dort kann man einige Sehenswürdigkeiten von Iquique begutachten. Unter anderem das Teatro Municipal und den Torre del Reloj. Einige Stellen hier erinnerten ein wenig an eine Stadt im Wilden Westen.

Abends zurück im Hotel angekommen gingen wir gemeinsam zum Supermarkt um Brot, Aufschnitt um Dips zu kaufen.  Da wir ein Zimmer mit großem Balkon hatten haben wir uns hier alle versammelt und zu Abend gegessen. Heute ging es dann etwas früher zu Bett, da wir morgen um 7:00 den Flieger nach Santiago de Chile bekommen mussten.
 





 

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16 - Ein Wort zum Schluß