Die Koffer wurden gepackt und es ging früh weiter in die
hochgelegene Stadt Cusco, die Hauptstadt der gleichnamigen Region mit ca. 350T
Einwohnern. Die Verkehrsverhältnisse in der Stadt zwangen uns zum frühzeitigen
Aufbruch um die peruanische Gelassenheit auszugleichen. Am Flughafen angekommen,
wurde uns bewusst das es richtig war frühzeitig aufzubrechen. Die Schlange zum
Check-In und die bereits bekannte Gelassenheit der Einheimischen ließen uns
nervös werden den Flieger pünktlich zu erreichen. Wie wir aber in Peru lernten,
„Am Ende wird alles gut, ist es noch nicht gut, ist es auch nicht zu Ende!“ und
so erreichten wir den Flieger pünktlich. Der Flug dauerte eine knappe Stunde,
welcher eine atemberaubende Aussicht auf die Anden ermöglichte und wir deshalb
kein Auge zutaten.
In Cusco auf 3416 Metern angekommen, wurde die Luft deutlich
dünner und die Treppenstufen von Stufe zu Stufe anstrengender als gedacht! Mit
einem Taxi geht es vom recht ländlichen Flughafen zum Hostel. Dort wurden wir
herzlich mit einem Coca-Tee begrüßt, dieser sollte uns helfen die Höhe besser verkraften
zu können. Nachdem wir die Zimmer
bezogen hatten, ging es in die Innenstadt um uns „langsam“ zu akklimatisieren.
Der Rundgang startet am Plaza de Armas im Stadtzentrum. Ausgehend
von dort, kauften wir zunächst die Tickets um die Inka Stadt Machu-Picchu in
den folgenden Tagen besichtigen zu können. Im Anschluss ging es weiter durch das
Zentrum der sehr lebhaften Stadt.
Da es inzwischen auf die Mittagszeit zuging, kam Hunger auf.
Straßenstände mit Kaktusfeigen und weiteres frisches Obst stillten den ersten
Hunger kurzzeitig. Der Stadtrundgang führte uns zur Markthalle Mercado-San-Pedro.
In dieser wurden nicht nur sämtliche Obstvarianten sondern auch Kleidung aus Alpacawolle
angeboten. Wir verschafften uns einen ersten Überblick über den Markt und
griffen zu landesüblichen Köstlichkeiten. Unter anderem gab es Arroz con Huevo Mixto, welches eine staatliche Mahlzeit
darstellte und uns für 6 Soles, umgerechnet ca. 1,50€, sättigte. Der Markt war
zu teilen gewöhnungsbedürftig für uns und so ging es nach einer kleinen
Shoppingtour und diversen Köstlichkeiten weiter Richtung Palacio-de-Justicia.
Nach guten vier Stunden „langsamen eingewöhnen“ an die Höhe,
traten ein Teil der Gruppe den Rückweg zum Hostel an um sich zu erholen. Der Rest der Gruppe wollte
noch weitere Teile der Stadt erkunden. Vorbei am 12-Sided-Stone ging es durch
verwinkelte Gassen, u.a. durch das Künstlerviertel hoch hinaus zum Sacsaywaman (Aussichtspunkt).
Die in dieser Region lebenden Alpakas waren auch in den Gassen während des
Aufstiegs zu finden. Die Gunst wurde genutzt um ein persönliches Foto mit einem
recht jungen Alpaka auf dem Arm zu ergattern. Der noch ausstehende Aufstieg zehrte
an den Kräften der noch verbleibenden Hartgesottenen Teilnehmer der Art, dass
auch diese sich vorzeitig geschlagen geben mussten und den Heimweg antraten.
Ein langer, erlebnisreicher und doch sehr anstrengender Tag
neigte sich dem Ende zu. Abschließend wurde in der Stadt gemeinsam zu Abend
gegessen und zeitig das Bett aufgesucht um Kraft für die folgenden Tage zu
sammeln.
Michael Heinen und Bernd Fröhler




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