von Christoph Hermes
Es ist 3:45Uhr und der Wecker klingelt, wir liegen mit insgesamt zwölf Personen aufgeteilt in zwei sechser Zimmern in einer spärlich eingerichteten Unterkunft auf 4250 Höhenmetern. Nach einer kurzen Nacht mit sehr wenig Schlaf heißt es nun aufstehen, eine kurze Katzenwäsche mit kalten Wasser, da Duschen hier leider nicht vorhanden sind, um pünktlich um 4 Uhr zum Frühstück zu erscheinen. Das Frühstück bestand aus Instant Coffee, Tee, Marmelade und kalten Pancakes. Kein Luxus, aber genug um gestärkt zur vorgesehenen Zeit um 4:30 Uhr mit unseren vollgepackten Jeeps dem Sonnenaufgang entgehen zu starten.
Leider
verzögerte sich unsere Abfahrt etwas, da bei zweien von uns Symptome der
Höhenkrankheit auftraten, mit denen nicht zu Spaßen ist und wir den weiteren
Ablauf der Tour nochmals durchdenken mussten. Schlussendlich konnten wir jedoch
eine Stunde später als geplant gegen 05:30Uhr in Richtung Sonnenaufgang
starten. Leider machte uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung, sodass
uns bei leichtem Regen und wolkenverhangenem Himmel das Spektakel eines
unvergesslichen Sonnenaufgangs leider verwehrt blieb.
Dennoch
erreichten wir nach gut einer Stunde Fahrzeit die erste naturelle Quellen des
„Sol de Manana Geyser“, welche sehr warm und stark beschleunigt hervor strömen.
Diese Quellen stammen vom Vulkan Manama, der auf 4900m über NN angesiedelt ist.
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| Naturelle Quelle des Vulkans "Sol de Manana Geyser" |
Außerdem
sahen wir dort große schwarze Wärme-Pipelines, die einer Kompanie aus Japan
zuzuordnen sind, die sich mit Geothermie beschäftigt. Gegen 7Uhr erreichten wir
dann mit unserer kleinen Kolonne die Station in Potosí. Hier hatten wir 45min
Aufenthalt und neben einem Bergsee auch die Möglichkeit gegen eine Zahlung von
6Bs (ungefähr 0,75 €) in zwei künstlich angelegten Pools, ebenfalls aus
Vulkanquellen, zu baden. Die Temperatur lag bei angenehmen 30-35 Grad Celsius
und war eine Wohltat für die Füße einiger unser Teammitglieder. Auf unserem
weiteren Weg sahen wir einen Bergsee, in dem der Flamingo „James“ beheimatet
ist und den zurzeit nicht aktiven Vulkan „Salvatore de Haare“.
Unser
nächster Zwischenstopp war dann die 17km² große „La Laguna Verde“. Neben einer
beeindruckenden Gebirgslandschaft mit Bergen bis zu 4350m Höhe, durften wir
außerdem den 5919m hohen Vulkan „Licancabur“ bestaunen. ![]() |
| Heiße Vulkanquelle in Potosi |
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| Panorama der Laguna Verde |
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| Auszüge der schönen Gebirgslandschaft |
Dieser liegt direkt an der Grenze zu Chile und an der Spitze herrschen Temperaturen von bis zu -30Grad Celsius. Anschließend passierte, was unserer Meinung nach passieren musste, da den Jeeps auf der Strecke täglich einiges abverlangt wird. Eine 50 min Zwangspause aufgrund einer Autopanne. Aber alles halb so wild, auf den Touren in Bolivien herrscht das Prinzip „jeder hilft jedem“. So auch in unserem Fall, sodass wir unseren Weg Richtung San Pedro de Atacama fortsetzen konnten und die Grenze gegen 9:35Uhr erreichten. Dort angekommen erwartete uns eine Schlange von ungefähr einer Stunde. Da die erste Jeep Besatzung aber schon etwas länger am Ziel angekommen war und die Passkontrolle hinter sich sowie das Gepäck schon eingeladen hatte, setzte unser Busfahrer seine Freunde und Bekanntschaften ein und erledigte die Passkontrolle (Ausreise aus Bolivien) kurz und knackig auf seine Weise.
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| Warteschlange am Grenzübergang Bolivien - Chile |
Gegen
11:10Uhr starteten wir dann mit meinem 18 Sitzer in Richtung San Pedro de
Atacama mit 4000 Einwohnern über wundervoll ausgebaute Straßen und erreichten
die Passkontrolle zur Einreise in Chile nach ungefähr 50min Fahrzeit bei einer
Strecke von 42km. Rückblickend auf die Straßenverhältnisse in Bolivien, kann
man hier von einer schnellen und gemütlichen Fahrt sprechen. Dann noch schnell
eine Pass- und Gepäckkontrolle hinter uns gebracht und auf schnellstem Wege in
unsere Unterkunft, das Hostal „Casa Flores“, welches wir gegen 13:15Uhr
erreichten. Anschließend erfreuten sich meiner Meinung nach alle Beteiligten über
die warmen Duschen und akklimatisierten sich mit den neuen
Umgebungstemperaturen, die an diesem Mittag bei drückenden 39 Grad lagen.
Möglicherweise liegt das an der Nähe zur Atacama- Wüste welche die trockenste
Wüste der Welt ist. Anschließend haben wir die Stadt San Pedro de Atacama
(2300NN) in kleinen Gruppen erkundet, Kleinigkeiten gegessen um uns
anschließend gegen 20:30Uhr in unserer Hostellobby zu versammeln um
anschließend ein gemeinsames Abendessen im Restaurant „Las Delicias de Carmen“
(nach Empfehlung aus dem Reiseführer Lonely Planet) zu genießen.
Das Restaurant hielt was uns der Reiseführer versprochen hatte und lieferte uns köstlichste Essen aus der chilenischen Küche. Diese ist der Deutschen Küche im übrigen sehr ähnlich. Anschließend spazierten wir zurück zum Hostel und gingen gegen Mitternacht ins Bett, die letzten beiden Tage waren dann doch etwas anstrengend.
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| Gemeinsames Abendessen im Restaurant "Las delicias de Carmen" |
Das Restaurant hielt was uns der Reiseführer versprochen hatte und lieferte uns köstlichste Essen aus der chilenischen Küche. Diese ist der Deutschen Küche im übrigen sehr ähnlich. Anschließend spazierten wir zurück zum Hostel und gingen gegen Mitternacht ins Bett, die letzten beiden Tage waren dann doch etwas anstrengend.






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