Sonntag, 4. Februar 2018

8 - Am Titicacasee

Samstag, der 3.2.2018



Verregnete Ankunft in Copacabana -
Thomas Berta und Hagai (Hans) Muro

Unser nächster Morgen begann mit einem Stopp um 5:30 am Busterminal in der nähe der bolivianischen Grenze. So früh am Morgen konnte uns nur ein Kaffee und eine kleine Stärkung über die Weiterfahrt bis zur Grenze retten. Nach der langersehnten Stempelabholung an der Grenze befanden wir uns endlich in Bolivien. Als wir am Hotel in Copacabana angekommen waren, hieß es für uns erstmal seit gefühlt Tagen eine vernünftige Dusche und ein bisschen Entspannung im Hotel zu genießen. Gemeinsam sind wir als Gruppe gegen Mittag durch die Stadt Copacabana spaziert. Für uns völlig unerwartet, fanden wir relativ schnell heraus, dass dieses Wochenende das sogenannte Fest der heiligen Jungfrauen ist. Dieses Festival findet einmal im Jahr statt und somit waren wir trotz der etwas trostlosen Umgebung von Copacabana doch froh, dass die Stadt am leben war. Die Stimmung der Einheimischen war mehr als angeheitert aufgrund des Bier- und Alkoholkonsums welchen man sonst nur beim Oktoberfest sehen würde. Laute live Musik auf mehreren Bühnen sorgte zusätzlich für gute Stimmung und Ohrensausen. Nachdem der Hunger langsam bei uns nach der langen Busfahrt ankam, spazierten wir zum Strand, wo laut des Reiseführers gutes Essen auf uns warten sollte. Bolivien und besonders die Region um den Titicacasee soll berühmt für leckere Forellen sein, welche wir auch letztendlich probiert hatten. Wir waren nicht nur glücklich endlich etwas zu Essen zu bekommen, sondern es war darüber hinaus auch noch richtig lecker. Gestärkt vom Essen hieß es für einen Teil der Gruppe mit den einheimischen das Fest zu feiern und der andere Teil der Gruppe entspannte in einem schönen Café mit Kaffee, Kuchen und Gesellschaftsspielen, um den instabilen Wetter zu entkommen. Der Himmel in Copacabana war mit Wolken durchzogen und gelegentlich entfalteten sich richtige Sommerschauer. Es gab also für uns teilweise nicht nur richtig gute Laune, sondern auch noch nasse Kleidung. Da wir den ersten Tag in Copacabana ruhig angehen lassen wollten, bedeutete das für uns zeitig ins Bett zu gehen, um mit neuer Energie in den nächsten Morgen zu starten.
Der darauffolgende Morgen begann für uns um 7:30 mit einer positiven Überraschung. Entgegen aller Vermutungen aufgrund des eher mäßig ansprechenden Hotels, war das Frühstück ein wahrer Traum. Der Plan für heute war eine Bootstour über den höchsten See der Erde zu zwei Inseln. Die Isla de la Sol und Isla de la Luna. Dick gekleidet und vor der brutalen Sonne geschützt ging es um 8:30 los. Die Fahrt zur ersten Insel Isla de la Luna dauerte etwa 2 Stunden. Spätestens jetzt wurde durch den Blick vom Boot uns allen klar, wie riesig der Titicacasee wirklich ist. Ein See welcher auf 3800 Metern liegt und 15 Mal so groß wie der Bodensee ist, ist wirklich beeindruckend. Auch die Isla de la Luna, welche die deutlich kleinere der beiden Inseln ist, war aufgrund der alten Inka-Ruinen durchaus sehenswert. Nach mehreren akrobatischen Fotosessions ging es zurück auf das schaukelnde Bötchen zur zweiten Insel Isla de la Sol. Ziel für uns auf dieser Insel waren ebenfalls Inka-Ruinen, welche sich auf der Spitze der Insel befinden sollen. Das hieß für uns … Treppen steigen. Ein wahrgewordener Horror bei dem man praktisch nur beim Anblick der Stufen die Schmerzen des Aufstiegs in Machu Picchu wiederspürt. Durch das gute Höhentraining war die Belastung dennoch erträglich und die Aussicht auf den Titicacasee und den idyllischen Dörfchen hat sich mehr als gelohnt. Wie von uns bestellt kam sogar die Sonne raus und es kam für uns das erste Mal in Bolivien sowas wie Urlaubstimmung hoch. Gegen 14:30 fuhr das Boot wieder 2 Stunden zurück nach Copacabana, wo wir zu allererst wieder am Strand frischen Fisch und leckeres Fleisch genossen haben. Da wir nicht genug von Berge erklimmen hatten, führte für einen Teil der Gruppe kein Weg daran vorbei auch den Aussichtspunkt auf Copacabana zu erreichen. Die Anderen verblieben im inzwischen Lieblings Café und genossen die Freizeit. Das Festival in der Stadt war inzwischen wieder auf Hochtouren und wir haben beschlossen den Geburtstag des Teilnehmers Jürgen Zender gemeinsam in der Stadt zu feiern. Am Abend hieß das für uns Singen für Jürgens Geburtstag und feiern im Regen bei bolivianischer Live Musik. Trotz des schlechten Wetters haben wir getanzt und gefeiert bis wir völlig durchnässt zurück im Hotel den Abend ausklingen gelassen haben. Für den nächsten Tag steht auf dem Plan: Ausschlafen (ausnüchtern), Frühstück, Sachen zusammenpacken, Copacabana und dem Titicacasee auf Wiedersehen sagen und auf nach La Paz!




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16 - Ein Wort zum Schluß